Du schreibst ein Buch – und dann?
Verlag oder Selfpublishing - finde deinen persönlichen Weg.
Ein Buch zu schreiben ist für viele ein großer Traum. Aber was passiert eigentlich danach? Verlag suchen? Selfpublishing? Amazon? Buchhandel? Marketing? Genau diesen Fragen widmete sich Alina Quiner vom CatMint Verlag in ihrem Wir sind 1 Live-Training - ehrlich, direkt und ohne rosarote Brille der Buchbranche. Denn, Alina sprach nicht nur über Möglichkeiten und Chancen, sondern auch über die Realität hinter einem Buchprojekt. Gleich zu Beginn machte sie klar: „Ich werde euch keine Einmaleins-Formel bieten, wie man den nächsten Bestseller schreibt.“ Statt falscher Versprechen gab es echte Einblicke aus der Praxis – inklusive persönlicher Erfahrungen, Fehlern und Learnings aus der Verlagswelt.
Verlag oder Selfpublishing
Besonders spannend war der direkte Vergleich zwischen Verlag und Selfpublishing. Alina erklärte offen, warum Selfpublishing längst nicht bedeutet, dass ein Buch „zu schlecht für einen Verlag“ sei. Viele Autorinnen und Autoren entscheiden sich heute ganz bewusst dafür – wegen der kreativen Freiheit und der Möglichkeit, alles selbst zu bestimmen. Aber genau diese Freiheit bringt auch Verantwortung mit sich. „Die Marketingarbeit wird oft unterschätzt. Wenn man wirklich mit einem Buch durchstarten möchte, kann Marketing durchaus ein Vollzeitjob sein“, weiß Alina aus eigener Erfahrung. Ein Satz, der absolut hängen geblieben ist. Denn ein gutes Buch allein reicht heute oft nicht mehr aus. Sichtbarkeit, Social Media, Netzwerke und Eigeninitiative spielen eine riesige Rolle. Besonders greifbar wurde die Realität, als Alina von ihren eigenen Erfahrungen bei dem Besuch einer Buchmesse erzählte: „Ich habe mir gedacht: Hey cool, die Leute werden mir meine Bücher aus der Hand reißen wie warme Semmeln. Verkauft habe ich vier.“ Genau diese Offenheit machte das Training so sympathisch. Keine Hochglanz-Erfolgsgeschichten, sondern echte Erfahrungen aus der Branche.
Natürlich ging es auch um die Unterschiede zwischen Verlag und Selfpublishing. Während ein Verlag viele Aufgaben übernimmt – von Lektorat und Covergestaltung bis hin zu Buchhandel und Rechtlichem – bedeutet Selfpublishing vor allem Eigenverantwortung. Und auch finanziell sollte man realistisch bleiben: „Wenn ich ein Buch komplett im Eigenverlag rausbringen möchte, dann sollte es mir nicht wehtun, wenn für einen längeren Zeitraum 3.000 Euro weg sind.“
Neben Kosten, Druck, ISBNs und rechtlichen Themen sprach Alina auch über häufige Fehler bei Manuskripteinreichungen und darüber, wie man überhaupt einen passenden Verlag findet. Besonders wichtig: „Eine Ablehnung ist kein Indiz für schlechte Qualität.“ Denn oft entscheiden ganz andere Faktoren darüber, ob ein Manuskript angenommen wird – Programmplanung, Timing oder schlicht Kapazitäten.
Ein weiterer Satz blieb besonders im Kopf: „80 bis 90 Prozent aller veröffentlichten Bücher verkaufen sich keine 100 Mal.“ Was zuerst hart klingt, war am Ende eigentlich motivierend gemeint. Denn Alina ergänzte direkt: „Wenn ihr diese 100 geknackt habt, dann seid ihr schon bei den obersten zehn Prozent – und ich glaube, das schafft ihr.“ Genau diese Mischung aus Realität, Motivation und ehrlichem Branchenwissen machte das Training so besonders.
Wer selbst schreibt und gerade überlegt, sein Buch auch zu veröffentlichen, findet in der Aufzeichnung unglaublich viele hilfreiche Inputs, praktische Tipps und ehrliche Antworten. Ein Buch zu veröffentlichen ist und bleibt eine Frage der Ressourcen – und des Vertrauens!
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Du brauchst Unterstützung oder möchtest mehr zu diesem Thema wissen? Kontaktiere Alina -> info@catmint.at
Autor: Silke Hornof
