Die Welt von Ildikó – Es ist nie zu spät, sich neu zu erfinden Mit 73 Jahren noch einmal neu anfangen? Für mich ist das kein Widerspruch. Es ist vielleicht sogar einer der spannendsten Abschnitte meines Lebens. Seit mehr als 50 Jahren lebe ich in Österreich. Mein beruflicher Weg führte mich durch sehr unterschiedliche Welten – vom technischen Zeichnen über verschiedenste berufliche Stationen bis hin zur Geschäftsführung einer Handelsbank in Budapest.
Mein Leben verlief nie geradlinig. Es gab große Erfolge, Umbrüche, Herausforderungen, Abschiede und immer wieder einen Neubeginn. Vor knapp 30 Jahren öffnete sich ein weiterer Weg: Medialität, Spiritualität und die intensive Beschäftigung mit Menschen und ihren Lebensgeschichten wurden zu einem wichtigen Teil meines Wirkens. Viele Jahre begleitete und beriet ich Menschen, arbeitete mit Numerologie, Astrologie und Lenormandkarten und lernte dabei vor allem eines: Hinter dem, was wir nach außen zeigen, liegt oft eine viel tiefere Geschichte.
Mit meiner Pensionierung wurde es jedoch stiller. Rund zwölf Jahre lang rückten viele meiner Fähigkeiten, Ideen und kreativen Talente in den Hintergrund. Rückblickend war diese Zeit kein Ende. Sie war eine Pause. Denn heute erwacht vieles davon neu – und stärker als zuvor. Ich schreibe. Ich spreche. Ich entwickle Kurse und Workbooks. In meinem Podcast erzähle ich über menschliche Erfahrungen, innere Muster und Wendepunkte.
Und plötzlich ist auch die Musik wieder Teil meines Lebens geworden. Aus Gedanken, Gefühlen und Lebenserfahrungen entstehen eigene Lieder – singende Impulse, die Menschen berühren und ihnen etwas mitgeben sollen. „Die Welt von Ildikó“ verbindet deshalb nicht einen einzelnen Beruf, sondern die vielen Facetten eines gelebten Lebens. Meine Erfahrung hat mich gelehrt: Ein Mensch ist niemals fertig. Und manchmal warten unsere größten Talente jahrelang darauf, dass wir ihnen endlich wieder Raum geben. Heute möchte ich genau das zeigen – und vielleicht auch anderen Menschen Mut machen, sich nicht von ihrem Alter, ihrer Vergangenheit oder einer langen Pause erzählen zu lassen, dass ihre Zeit vorbei sei. Meine jedenfalls ist es nicht. Sie beginnt gerade noch einmal neu.
Irgendwann stellte ich mir eine sehr klare Frage:
Will ich wirklich von Monat zu Monat und von Jahr zu Jahr leben und dabei zusehen, wie mein finanzieller Spielraum immer kleiner wird?
Meine Antwort war: Nein.
Aber ich wollte auch nicht irgendeine Arbeit machen, nur um zusätzliches Einkommen zu erzielen. Wenn ich mit 73 noch einmal neu beginne, dann mit etwas, das mir Freude macht, mich geistig und kreativ lebendig hält und gleichzeitig anderen Menschen etwas geben kann.
Dabei wurde mir etwas besonders wichtig: Mit der Zeit zu gehen, statt ihr hinterherzuschauen.
Unsere Welt verändert sich technisch in einem unglaublichen Tempo. Künstliche Intelligenz, digitale Medien und völlig neue Möglichkeiten der Kommunikation können verunsichern – oder neugierig machen. Ich habe mich für die Neugier entschieden.
Heute lerne ich, KI bewusst als kreatives Werkzeug einzusetzen. Sie unterstützt mich dabei, Gedanken weiterzuentwickeln, Ideen sichtbar zu machen und Projekte umzusetzen. Ich produziere Podcasts, entwickle digitale Begleitbücher, erschaffe Musik und erreiche über das Internet Menschen, denen ich früher wahrscheinlich niemals begegnet wäre.
Dabei ersetzt Technik weder meine Lebenserfahrung noch meine Intuition oder Kreativität. Sie gibt mir neue Möglichkeiten, all das auszudrücken und weiterzugeben.
Aus meinen fast drei Jahrzehnten Erfahrung mit Menschen, meiner intuitiven und energetischen Arbeit und meinen lange zurückgestellten kreativen Talenten entsteht heute etwas Neues: Die Welt von Ildikó.
Mich motiviert inzwischen längst nicht mehr nur die ursprüngliche finanzielle Frage. Mich begeistert die Erfahrung, dass Entwicklung kein Ablaufdatum hat.
Ich möchte Menschen in ihren Veränderungs- und Transformationszeiten unterstützen – und gleichzeitig durch mein eigenes Beispiel zeigen:
Man ist nie zu alt, etwas Neues zu lernen.
Nie zu alt, sich technisch weiterzuentwickeln.
Nie zu alt, verschüttete Talente wiederzuentdecken.
Und ganz bestimmt nie zu alt, noch einmal neu anzufangen.
Das treibt mich jeden Tag an.
