Michael Liebert, Profi-Fotograf

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Vor der Kamera? Hinter der Kamera!

Sehr oft bringt einen die Nervosität aus dem Konzept

Achtung: Eine Kamera ist auf dich gerichtet! Präsentieren können - vor UND hinter der Kamera. Wir haben diesmal den bekannten niederösterreichischen Fotografen Michael Liebert gebeten, uns seine Sicht auf unsere Fragen zu geben.

Wir sind 1: Sich selbst auch als Unternehmer präsentieren zu können, wie wichtig ist das für dich?

Michael Liebert: Egal ob als Großunternehmer oder EPU - wichtig ist für mich immer, welche Person hinter der Firma steht. Das Unternehmen wird dadurch persönlicher und bekommt ein Gesicht. Bei mir gibt es vor jeder Fotoproduktion ein persönliches „Stelldichein“. Ich denke es ist auch bei der klassischen Kundenakquise sehr wichtig, dass man nicht nur am Telefon miteinander spricht, sondern sich auch persönlich kennen lernt. Daher ist die Präsentation meiner eigenen Person sehr wichtig.

Wir sind 1: Wie bereitest du dich auf „wichtige“ Präsentations-Augenblicke in deinem Beruf vor?

Michael Liebert: Ich versuche das so locker wie möglich zu sehen um die Aufgaben und Herausforderungen spielerisch zu lösen. Wir bauen durch unsere Vorstellungen und Erwartungen manchmal Mauern auf, die wir dann oft nur schwer überwinden können. Deshalb ist es gut so zu sein, wie man ist, ohne sich zu inszenieren oder sich zu verstellen. Wichtig dabei ist, dass ich weiß, was ich will und mein Vorhaben nicht aus den Augen verliere. Schließlich gehe ich in jede Präsentation mit einem bestimmten Ziel.

Wir sind 1: Wenn du Portrait-Aufnahmen machst, wann findest du, dass sich die Leute „richtig“ präsentieren?

Michael Liebert: Das beste Foto ist meistens die Erste oder die Letzte Aufnahme, weil bei der Ersten Aufnahme die Person noch nicht weiß, dass sie fotografiert wird, und bei der letzten Aufnahme die Person annimmt, dass es gleich vorbei ist. Ich denke, dass sich die Leute authentisch präsentieren, wenn sie entspannt sind.

Wir sind 1: Glaubst du, kann man präsentieren lernen?

Michael Liebert: Ich denke schon, dass es Fähigkeiten gibt, die angeboren sind, sonst gäbe es nicht so viele gute Schauspieler & Moderatoren. Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass es auch notwendig ist, das Handwerk dazu zu erlernen. Sehr oft bringt einem die Nervosität aus dem Konzept. Dabei kann es von Hilfe sein, sich zur Übung eine „Bühne“ zu schaffen, um sich konzentrierter Aufmerksamkeit auszusetzen. Und das so oft bis man die Situation als normal empfindet. Das Selbstvertrauen kommt dann von alleine. Übung macht den Meister.

Wir sind 1: Was macht eine gute Präsentation vor der Kamera aus?

Michael Liebert: Authentizität, Routine und Freude an die Arbeit. Wir sind 1: Michael, vielen Dank!

Für alle, die mehr von Michael sehen wollen:

michael liebert photography. www.michaelliebert.com

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