Christa Birmili

Blog > Familie

So wird frau zu einem Mompreneur

Du darfst dir ruhig Unterstützung holen!

Wir haben viele Frauen in unserem EPU-Netzwerk, die eine Familie haben und selbständige Unternehmerinnen sind. Auch im deutschsprachigen Raum begegnet uns dabei oft das Wort "Mompreneur" - bestehend aus den Worten "Mom" und "Entrepreneur", also Mutter und Unternehmerin. Eine von ihnen - Christa Birmili - haben wir vor kurzem zu ihrem persönlichen Weg in die Selbständigkeit befragt.

Christa, was war deine Motivation, dich selbständig zu machen?

Eigentlich war die Selbständigkeit nicht geplant, sie ist vielmehr "passiert". Nach der Karenz bin ich zwar zurück in meinen alten Job gegangen, aber das hat irgendwie nicht mehr so gut gepasst. Nach meiner Ausbildung zum "Windelfrei-Coach" ist die Idee entstanden, das Ganze auf selbständiger Basis zu machen.

Welche Workshops, Vorträge und Coachings bietest du an?

Mein Angebot reicht von Windelfrei-Beratungen, Trage- und Stoffwindelberatungen, Plastikfrei-Vorträgen, alternativer Monatshygiene, breifreier Beikost, artgerecht-Vorträgen bis hin zu den PRIMA Babykursen. Das sind 6-teilige Kurse zu Schwerpunktthemen. Außerdem veranstalte ich offene artgerecht-Treffen, wo es um die Bereiche Stillen, Tragen, Windelfrei uvm. geht. Viele Mütter fühlen sich bei diesen Themen allein auf weiter Flur. Bei diesen Treffen sehen die Frauen dann, dass sie nicht alleine sind, sondern es viele Gleichgesinnte gibt.

Seit Februar habe ich einen eigenen Schauraum für die Artikel, die ich passend zu meinen Vorträgen und Coachings vertreibe, und einen eigenen Raum für Beratungen in meinem Haus eingerichtet. Davor haben die Gespräche im Wohnzimmer stattgefunden und mit zwei Kindern ist es einfacher, das Ganze auch räumlich ein bisschen zu trennen.

Wie funktioniert die Selbständigkeit mit zwei Kindern?

Es braucht eine gute Planung. Wenn der Papa zuhause ist, kann ich mir mehr Termine einteilen. Ebenso am Vormittag, wenn die Kinder im Kindergarten bzw. in der Schule sind. Vorbereitungsarbeiten bzw. auch Dinge wie Werbung erledige ich meist am Abend, wenn die Kinder im Bett sind.

Hast du spezielle Tipps für EPU-Mamis & -Papis?

Das Hauptaugenmerk liegt auf der menschlichen Unterstützung von EhepartnerIn, Oma und Opa, Tagesmutter – ich habe eine Kombination aus all dem. Und man muss sich dieses Netzwerk wirklich schaffen - das ist das Um und Auf. Denn es kann immer etwas dazwischen kommen - die Kinder können krank werden oder man ist selbst einmal nicht ganz fit. Ohne Unterstützung wäre es nicht machbar.

Was ist für dich das Schönste an der Selbständigkeit?

Wenn die Mütter und Väter glücksstrahlend aus der Beratung gehen. Das ist eigentlich immer so, egal ob bei meinen StammkundInnen oder auch bei jenen, die nur einmal kommen. Alle sagen mir am Ende: "Das ist die Antwort, nach der ich gesucht habe". Und das ist für mich das schönste Lob für meine Arbeit!

Christa Birmili, BA, ist Windelfrei-Coach, Trageberaterin, Stoffwindelberaterin, Artgerecht-Coach, Ernährungstrainerin i.A. und 2-fache Mutter. Vor der Geburt ihres Sohnes im Jahr 2011 beschäftigte sie sich intensiv mit dem Thema "Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und alternativer Lebensstil" und beschloss ihn mit Stoffwindeln zu wickeln. Vor der Geburt ihres zweiten Sohnes im Jahr 2015 wollte sie einen Schritt weitergehen und entschied sich Windelfrei zu probieren. Nachdem sie derart begeistert von dem Ergebnis war, wollte sie dieses Wissen nicht länger für sich behalten. Daher folgte der Weg in die Selbständigkeit. www.mami-coach.at