Michael Kornfeld

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Online-Marketing - Fluch oder Segen?

Das Internet ist ein ungemein mächtiges Medium.

Die Online-Welt umgibt uns ständig. Sie bietet uns unglaubliche Chancen, wie den direkten Zugang zu KundInnen, die mit klassischen Medien, wenn überhaupt, nur mit hohem finanziellen Aufwand erreicht werden können. Doch was spricht für dich als Ein-Personen-Unternehmen nun konkret für oder gegen den Einsatz von Online-Marketing zur Kundengewinnung?

VORTEILE

Schnell: Die meisten Online-Marketing Kampagnen sind sehr schnell umsetzbar. Damit eignet sich dieser Kanal auch für kurzfristige Aktionen. Während du beispielsweise für eine Print-Kampagne mit mindestens 3-6 Wochen Vorlaufzeit rechnen musst, kann ein Online-Werbebanner- oder eine Google AdWords-Kampagne innerhalb weniger Tage – wenn es sein muss, sogar Stunden – umgesetzt werden.

Kalkulierbar: Viele Online-Marketing Maßnahmen sind auch für Unternehmen mit kleinen Budgets sinnvoll einsetzbar. Du kannst Newsletter um wenige Cent pro Mail verschicken, für Google AdWords zahlst du ausschließlich, wenn auf deine Anzeige geklickt wird, und einige Tools sind komplett kostenlos (z.B. Google Analytics für die Website-Analyse). Achtung: Natürlich sind bei z.B. Google AdWords-Kampagnen auch größere Beträge möglich!

Persönlich: Viele Online-Marketing Instrumente erlauben es dir, deine Zielgruppe individuell und persönlich anzusprechen. So kann beispielsweise der/die BesucherIn deiner Website bei seinem/Ihrem zweiten Besuch erkannt und entsprechend begrüßt werden; bei einem Newsletter können deine Empfänger normalerweise sogar namentlich angesprochen werden, usw. Das ist mit klassischen Medien – von Direkt-Mailings mal abgesehen – in der Regel nicht möglich.

Mess- und optimierbar: Online-Marketing zeichnet sich durch eine hochgradige Messbarkeit aus. Dazu stehen heutzutage Tools zur Verfügung, die beinahe unglaubliche Einblicke in das Verhalten der Zielgruppe erlauben: Welche Webseiten wurden aufgerufen, welche Formulare ausgefüllt, welche Newsletter geöffnet, auf welche Links geklickt. Ein Beispiel: Wenn in deinem Newsletter häufiger auf die Sommer- als auf die Winter-Angebote geklickt wird, wirst du vermutlich mit einer Verstärkung der Sommerangebote gut beraten sein.

Multimedial: Das Internet ist eines der wenigen Medien, das neben Text und Bildern auch die Einbindung von Tönen (Audio) und bewegten Bildern (Video) ermöglicht. Das bietet den Vorteil, dass komplexe Sachverhalte einfacher erklärt, Emotionen besser geweckt und Botschaften umfassender kommuniziert werden können.

NACHTEILE

Technisch: Viele Online-Marketing Maßnahmen erfordern ein relativ hohes Maß an technischem Verständnis. Wenn du erfolgreich Newsletter verschicken möchtest, solltest du dich gut mit den Rahmenbedingungen auskennen (Spam-Faktoren, Zustellbarkeit, Design, usw.); für die Bedienung von Google AdWords oder Web-Analyse-Tools musst du viel Zeit investieren, um die komplexen Systeme richtig handhaben und die Zahlen korrekt interpretieren zu können.

Wenig standardisiert: Auch wenn es natürlich einige bekannte Standards im Bereich Online-Werbung gibt (z.B. die Abmessungen für einen Online-Banner), so haben sich in vielen Bereichen noch keine weltweiten Standards etabliert. Das führt manchmal zu einem Mehraufwand, weil neue Werbeformen eingesetzt werden, die ein Jahr später vielleicht nicht mehr zur Verfügung stehen.

Dynamisch: Das Internet ist ein unglaublich dynamischer Kanal – andauernd werden neue Tools veröffentlicht, entwickeln sich Formate weiter, veralten Best-Practices. Was heute „state-of-the-art“ ist, kann bereits morgen ein alter Hut sein. Ein Beispiel: Das Direkt-Mailing, das du vor fünf Jahren per Post verschickt hast, könnte mit ein paar kleinen Adaptionen vermutlich auch heuer erfolgversprechend eingesetzt werden. Doch eine Website, die fünf Jahre alt ist, wird von Besuchern bald als „in die Jahre gekommen“ beurteilt (und funktioniert auf neuen Endgeräten vielleicht gar nicht mehr). Das verlangt, dass du dich regelmäßig mit den aktuellen Entwicklungen auseinander setzen solltest. Das kostet Zeit (und manchmal auch Geld z.B. für ein Weiterbildungs-Seminar).

Einbindung von ExpertInnen: Ein/e SpezialistIn für Suchmaschinen-Optimierung ist nicht zwangsläufig auch ein Profi für Online-Werbung: Zu unterschiedlich (und ständig wechselnd) sind hier die Anforderungen. Für dich als EPU bedeutet das: Im Freundeskreis umhören, spezielle PartnerInnen finden oder sich auch mal mit einer Agentur auseinandersetzen.

Meine Empfehlung: Das Internet ist ein ungemein mächtiges Medium. Doch wie jeder andere Kanal auch hat es seine ganz spezifischen Eigenheiten sowie Vorteile – aber auch Nachteile. Wenn du im Bereich Online-Marketing erfolgreich sein möchtest, solltest du die Besonderheiten des Kanals und dessen Vorteile aktiv nutzen – nur dann entwickelst du Kampagnen mit denen du KundInnen gewinnst.

Über den Autor: Michael Kornfeld ist CEO des Online-Marketing-Forum.at. Das Unternehmen ist seit 2005 Österreichs führender Anbieter in dem Bereich Aus- & Weiterbildung für Online-Marketing. Geboten werden rund 20 Themen, wobei alle Seminare ausschließlich in Kleingruppen mit max. 8 TeilnehmerInnen und durch renommierte Fach-ExpertInnen durchgeführt werden. Lohn sind über 1.500 TeilnehmerInnen und eine Durchschnitts-Benotung aller Seminare von 1,3 (nach Schulnoten). www.online-marketing-forum.at

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