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Lernen - und das ein Leben lang?

Wer rastet, der rostet!

"Lebenslanges Lernen" oder auch "Lebensbegleitendes Lernen" ist zu einer häufig verwendeten Begrifflichkeit geworden. Doch was bedeutet es genau? Ein Leben lang klingt immer ein bisschen bedrohlich, aber sind wir nicht mittendrin in diesem Prozess?

Auf der Suche nach einer Definition habe ich mir die Frage gestellt, was lebenslanges Lernen für mich persönlich bedeutet. Und bin zu dem Schluss gekommen, dass meine 88-jährige Großmutter ein echtes Paradebeispiel ist:

Sie ist zwar kein EPU im klassischen Sinne, aber auf jeden Fall eine One-Woman-Show. Aufgewachsen mehr oder weniger ohne technische Hilfsmittel hat sie im Laufe der Zeit gelernt, mit Waschmaschinen, Computern & Co zurecht zu kommen. Sie war berufstätig, hat drei Kinder aufgezogen und sich Zeit ihres Lebens um den Haushalt gekümmert, wo sich ja auch einiges verändert hat. Mit über 70 Jahren hat sie einen Computerkurs gemacht, um in punkto digitale Entwicklungen "up-to-date" zu sein. Sie schreibt SMS, skypt mit ihrer Schwester und gestaltet Einladungen für Geburtstagsfeiern in Word. 1-2 Mal pro Woche geht sie zum Turnen, um sich körperlich fit zu halten. Auch das Schifahren gehört noch zu ihren Hobbies. Und ihre grauen Zellen strengt sie wöchentlich beim Bridge spielen an.

Für mich ist das wirklich faszinierend, vor allem wenn man bedenkt, was sich im letzten Jahrhundert so alles verändert hat...aber genau die Einstellung meiner Großmutter, sich immer Neues anzueignen und nicht stehenzubleiben, ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, warum man ihr die fast 90 Jahre nicht ansieht. Und warum lebenslanges Lernen so wichtig ist.

Nach EU-Definition umfasst lebenslanges oder lebensbegleitendes Lernen „alles Lernen während des gesamten Lebens, das der Verbesserung von Wissen, Qualifikationen und Kompetenzen dient und im Rahmen einer persönlichen, bürgergesellschaftlichen, sozialen, bzw. beschäftigungsbezogenen Perspektive erfolgt“.

Es geht also nicht nur um die Aneignung oder Verbesserung von fachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten, den klassischen hard skills, sondern auch um Persönlichkeitsentwicklung, soziale und methodische Kompetenzen, die sogenannten soft skills, die häufig in der Freizeit, z.B. beim Sport oder im Musikverein, geformt werden. Eine sehr umfangreiche Übersicht über Bildungsangebote in Niederösterreich mit Filterfunktion nach Thema und Ort findest du hier.

Was bedeutet "lebenslages Lernen" für dich als EPU?

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