Angelika Mandler-Saul

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Jetzt oder nie: Die schönsten Plätze zur Entspannung

Für mich ist das auch der Heurigen im Weinviertel!

In unserer EPU-Sommerumfrage haben wir erfahren, dass viele EPU im Hochsommer Urlaub machen und Entspannung suchen. Aber wo soll die Reise hingehen? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten - vor allem wenn man nur wenige Tage Zeit hat und eher spontan etwas unternehmen möchte.

Angelika Mandler-Saul ist Reisebloggerin und hat im Interview erzählt, wo für sie die schönsten Plätze zum Entspannen sind und wie sie als Ein-Personen-Unterneherin diesen Sommer nützt.

Wir sind 1: Angelika du bist Reisebloggerin. Wohin hat dich deine letzte Reise geführt und was war dein schönstes Erlebnis dabei? Angelika: Als Reisebloggerin bin ich immer wieder unterwegs, das müssen nicht zwangsläufig mehrtägige oder längere „Reisen“ ins Ausland sein. Allein im Juni war ich auf Kurztrips in der Schweiz, im Lesachtal und im Gailtal, in Oberösterreich im Almtal und im Innviertel, in der Wachau , in den Wiener Alpen sowie in der Buckligen Welt unterwegs. Im Mai waren Slowenien, Kroatien, das Mühlviertel, die Steiermark und der Besuch einiger Klöster in Oberösterreich auf dem Plan. Schöne Erlebnisse gibt es für mich bei jeder Unternehmung. Einige besonders eindrückliche Erinnerungen habe ich von meinen letzten Glamping Aktivitäten (glamping = glamourous camping) aus Slowenien und Kroatien mitgenommen.

Wir sind 1: Warum hast du dich selbständig gemacht?

Angelika: Nach 13 Jahren im Konzernmarketing war mir 2013 klar, dass sich mir jetzt die vielleicht letzte Chance bietet, meine Hobbies und Vorlieben eventuell zu meinem Beruf zu machen, bzw. mit meinen Reise-, Fotografier- und Schreib-Aktivitäten auch Geld verdienen zu können. Mit 42 hieß es für mich also: Jetzt oder nie. Ich nutzte die verordnete berufliche Auszeit zur Weiterbildung, zur Erstellung meines Businessplans und vor allem zum Networking und für Recherche. Zunächst ging ich 3 Monate nach Australien, danach kam ich mit einem fertigen Zukunftsplan zurück: Ich würde eine Werbeagentur gründen und dabei als Reisebloggerin und freie Autorin parallel publizieren. Heute, genau 2 Jahre nach der Gründung meiner Werbeagentur (mein Reiseblog ist bereits fast 3 Jahre alt) habe ich einige permanente Kunden, für die ich regelmäßige Marketingleistungen biete. Dazu kommen kurzfristige Aufträge im Marketing- und PR-Bereich aus allen Branchen, besonders von anderen EPU. Zusätzlich reise ich als professionelle Reisebloggerin in der Welt herum, werde zu Pressereisen eingeladen, organisiere mir individuelle Recherchefahrten sowie Schreibaufträge und publiziere und fotografiere auch zunehmend für andere Webportale. Wir sind 1: Wow, das klingt sehr abwechslungsreich. Wir haben gesehen, dass du viele deiner Eindrücke auf Social Media Kanälen festhältst. Welcher davon bringt dir als Bloggerin am Meisten? Angelika: Ich könnte mir mein Business ohne Facebook Profil und Facebook Page kaum vorstellen. Gerade als EPU erschließen sich mir dadurch so viele Networking-Möglichkeiten und potentielle Kunden sowie eine Zielgruppe, die ich mit klassischen Medien kaum erreichen könnte – noch dazu ohne großen finanziellen Aufwand. Wir sind 1: Wie wirkt sich der Sommer auf deinen Reiseblog aus? Sind die Menschen interessierter als sonst?

Angelika: Meine regelmäßigen LeserInnen sind über das ganze Jahr hinweg „Fans“ und folgen meinen Aktivitäten und Berichten ohnehin. Gerade im Sommer bekomme ich aber naturgemäß neue Follower dazu, da man dann mehr in der Natur unterwegs ist und offensichtlich auch auf Suche nach Anregungen und Reisetipps für die freie Zeit. Deswegen schreibe ich in der Sommerzeit vermehrt Ausflugstipps, Anregungen zu Kurztrips und lege meinen Fokus noch mehr auf „Urlaub mit Hund“ – das wird sehr gerne angenommen.

Wir sind 1: Brauchst du eigentlich selbst mal Urlaub vom „Urlaub“?

Angelika: Was ich brauche, ist Urlaub vom REISEN. Es ist ein leider sehr verbreiteter Irrtum, dass ich als Reisebloggerin das ganze Jahr lang „Urlaub“ mache. Das Gegenteil ist der Fall: Ich arbeite normalerweise mindestens 60 Stunden die Woche, stets auch am Wochenende und zwar sowohl unterwegs als auch im Home-Office. Das heißt: Ich bin beruflich auf Reisen, aber nicht auf Urlaub.

Wir sind 1: Und was ist die größte Herausforderung für dich als EPU?

Angelika: Die größte Aufgabe als Werbeagentur ist es für mich sicher, langfristig Kunden zu akquirieren und einen Umsatz zu erwirtschaften, von dem ich leben und meine Fixkosten bestreiten kann. Als Reisebloggerin ist es mir auch wichtig, mich als professionelle Online-Reisejournalistin zu positionieren und meinen Kunden zu vermitteln, dass meine Zeit und Arbeit nicht gratis sind. Arbeit kostet (auch hier) – das gilt es besonders im Tourismusbereich als professionelle Reisebloggerin immer wieder zu vermitteln. Manchmal belasten mich auch die vielen Zusatzpflichten neben meiner eigentlichen Erwerbstätigkeit, die sehr zeitraubend sein können: Die Buchhaltung, die Kalkulationen, die Website-Pflege, das Networking und die Wartung des gesamten technischen Equipments – das alles kostet Zeit und Nerven, bringt mir aber kein Geld.

Wir sind 1: Du kommst vom Weinviertel aus in die ganze Welt und hast schon sehr viel gesehen. Mich würde noch interessieren: Wo ist der schönste Platz für dich persönlich?

Angelika: An den österreichischen Flüssen und Seen, auf Korsika und im tropischen Norden Australiens – das sind meine Favoriten. Und daheim im Weinviertel beim Heurigen im Weingarten.

Wir sind 1: Danke für das Gespräch!

Kontakt zu Angelika: www.wiederunterwegs.com www.facebook.com/angelika.wiederunterwegs/ www.twitter.com/AngelikaMandler www.linkedin.com/in/angelikamandlersaul www.flickr.com/photos/wiederunterwegs/ www.instagram.com/wiederunterwegs/

Zeig uns jetzt deinen schönsten Platz zur Entspannung!