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Im Gespräch mit Prof. Pichler

Hast du eine tragfähige Idee? Dann verwirkliche sie!

Heute traf ich Herrn Dipl. Ing. Dr. techn. Heinrich Pichler, ehemals Assistenz-Professor an der TU Wien, zum Gespräch. Seit 15 Jahren ist er bereits Juryvorsitzender beim RIZ GENIUS Ideen & Gründerpreis und seit „vielen Jahren“ zusätzlich als allgemein beeideter gerichtlich zertifizierter Sachverständiger tätig. Im Laufe seines Lebens hatte er selbst viele Ideen – über 40 davon wurden zum Patent angemeldet. Er kennt daher nur zu gut den oft langwierigen Weg von einer Idee bis hin zur Realisierung eines Projektes. Trotzdem ist er nach wie vor der Meinung: „Hast du eine Idee und sie scheint tragfähig, dann verwirkliche sie!“

Die Begeisterung für eine Idee sieht Heinrich Pichler als Grundlage für die Realisierung eines Projektes. Wenn diese Begeisterung dann als Arbeits-Team ausgelebt wird, dann kann das nur von Vorteil sein. Denn: Unterschiedliche Charaktere haben unterschiedliche Blickwinkel und Erfahrungen. So kann z.B. der Techniker in seinem Fach ein Profi sein – vergisst aber ganz auf die Finanzierung des Projektes. „Und gerade Finanzierung ist auch ein essentieller Teil der Arbeit“, so Prof. Pichler.

Ein besonders wichtiger Punkt als Teil einer professionellen Jury ist für Prof. Pichler die Geheimhaltungspflicht aller Jurymitglieder bezüglich der eingereichten Ideen: „Vor einigen Jahren hatten wir die Einreichung eines speziellen technischen Projektes im Bereich Beleuchtung, bei dem ich gerne weiterhelfen wollte. Dazu musste ich aber alle Beteiligten einbinden, erst einer offiziellen Freigabe durch den Projektleiter konnte ich dann den Vermittler zu einer bereits bestehenden und interessierten Firma spielen“ erzählte mir Heinrich Pichler.

In seiner Funktion als Juryvorsitzender beurteilt er alle Projekte möglichst „abstrakt“, wie er selbst sagt. Umso wichtiger ist es bei einem Wettbewerb ALLE Einreichkriterien zu erfüllen: Eine übersichtliche Beschreibung mit möglichen Plänen oder Skizzen des Projektes, Informationen zur Durchführbarkeit und mögliche Zielgruppen sind wichtig. Je genauer eine Idee beschrieben ist, umso leichter fällt es den JurorInnen kompetent zu beurteilen.

Bei der Frage, was er sich beim Einreichen einer neuen Idee wünschen würde, sagt Prof. Pichler genau das: „…ein schön ausgearbeitetes Papier. Dass alles aufgelistet ist, was man braucht um einen guten Überblick für die Beurteilung zu kriegen, denn alles, was nicht erklärt wird, kann auch nicht beurteilt werden!"

In diesem Sinne wünsche ich allen mit einer tollen Idee ein frohes Einreichen!

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