Gastblog Michael Sinnhuber

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Ich rette die Welt vor den faden Präsentationen

Wie kann man in Erinnerung bleiben?

Das ist meine Antwort auf die immer wieder auftauchende Frage “Was machst Du beruflich?”

Da ich als EPU viel auf Veranstaltungen, Seminaren und Netzwerktreffen unterwegs bin, höre ich diese Frage täglich. Die Antwort gebe ich entweder mündlich oder durch Übergeben meiner Visitenkarte, auf der dieser Satz ebenfalls abgedruckt ist. Die Reaktion ist immer wieder dieselbe. “Ha, das ist gut. Das merk ich mir”. Und was soll eine Präsentation mehr erreichen als in Erinnerung zu bleiben? Ja klar, am Ende des Tages will jeder von uns etwas verkaufen. Aber verkaufen können wir nur, wenn unsere potentiellen Kunden sich an uns erinnern. Denn nur selten fällt das Kennenlernen direkt mit einem anschließenden Kaufwunsch zusammen. Daher gilt es, in Erinnerung zu bleiben.

Wie kann man in Erinnerung bleiben?

Nun dazu braucht man 2 Dinge. Erstens die Aufmerksamkeit des Gegenübers und zweitens eine klare Kernaussage, die auch merkbar ist. “Ich bastle Präsentationen und mache Präsentationstrainings” lockt keinem hinter dem Ofen hervor. Bevor ich diesen Satz ausgesprochen habe, ist die Aufmerksamkeit und damit der Wille sich zu erinnern, schon wieder weg. Daher braucht man für den Einstieg etwas, dass die Leute überrascht, um die Aufmerksamkeit zu bekommen. Hat man diese, dann kann man in einer kurzen Geschichte zu der einen Kernaussage hinführen, die man in den Köpfen der Leute verankern will. Selbiges gilt auch für längere Präsentationen - mit oder ohne technische Unterstützung!

Eine Kernaussage?

Aber ich habe doch so viele Dinge zu sagen und ich will, dass die Leute alles über mich erfahren und wissen. Klar will man das, aber überlegen Sie einmal umgekehrt, wie viel Sie sich von Präsentationen merken, die Sie sehen? An wie viele gute Präsentationen können Sie sich in den letzten 2 Jahren erinnern? Bei wie vielen davon kennen Sie noch den Titel geschweige den Inhalt? Sehen Sie, es ist hart aber wahr. Unsere Erinnerung an Präsentationen geht gegen Null. Und das ist auch bei Ihrer eigenen nicht anders!

Daher geht es darum, diese eine Nachricht in den Köpfen des Publikums zu platzieren. Dazu muss man diese aber erst einmal selber kennen. Viele suchen dabei krampfhaft nach dem sogenannten USP (Unique Selling Proposition), einem Marketingschlagwort aus den 80iger Jahren, das heute tot ist! Denn erstens sind die wenigstens Leistungen und Produkte tatsächlich “unique” und zweitens geht es nicht darum, was ich verkaufen will, sondern welches Problem meiner Zielgruppe ich löse. Also, welches Problem Ihrer Kunden lösen Sie?

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!

Hat man die Kernaussage gefunden, so gilt es, diese merkbar & sichtbar zu machen. Am besten funktioniert das im Zuge einer Geschichte - vom Problem des Kunden hin zu Ihrer Lösung. Storytelling ist ein großes Schlagwort. Im Grunde beschreibt es aber nichts anderes as die Tatsache, dass wir uns Geschichten, die in einen Kontext eingebettet sind, besser merken können als Aufzählungszeichen auf einer Folie. Die Geschichte muss durch meine Worte im Kopf des Publikums entstehen, unterstützt eventuell durch visuelle Hilfsmittel wie Flipchart oder Präsentationsprogramme. Auf jeden Fall, viel Bild - wenig (bis kein) Text!

Folienschlacht adè!

Egal welches Hilfsmittel Sie verwenden, es darf immer nur eine Unterstützung Ihrer Geschichte sein, NIEMALS die Hauptsache. Dass Folienschlachten mit vollgeknallten Textfolien hier nicht hilfreich sind, ist mittlerweile allen klar. Trotzdem bestehen 95 % aller Präsentationen praktisch nur daraus. Wir wollen aber keine Lesung veranstalten, sondern ein spannende Geschichte erzählen. Daher ist für eine Präsentation ein Film ein besseres Vorbild als ein Buch. Denn beim Film wird eine Geschichte mit Bildern und gesprochenen Worten erzählt und genau das können wir auch bei einer Präsentation tun.

Prezi vs. Powerpoint = spannender Film vs. fade Diashow

Wenn Sie also zu einem technischen Hilfsmittel greifen, dann benutzen Sie eines, das “Ihren Film” bestmöglich darstellen kann. Ein Programm, dass Sie dabei unterstützt, Ihre Geschichte (Ihre Leistungen) zu inszenieren und diese wirkungsvoll in Szene zu setzen. Ich benutze dazu Prezi (www.prezi.com Kurzinfo auf www.mcprezi.com/prezi), weil es genau das kann. Prezi gibt mir die Möglichkeit, durch geschickte Kameraführung der Regisseur meiner eigenen Geschichte zu sein. Aber Achtung, Prezi ist auch nur Tool. Und genauso wie man mit einer Kamera gute und schlechte Filme machen kann, so ist das auch mit allen Präsentationsprogrammen der Fall.

Die perfekte Präsentation

Ich beschäftige mich täglich mit dem Thema Präsentation, präsentiere mich und mein Unternehmen nahezu täglich und gebe viele Trainings und Workshops zu diesem Thema. Bin ich deshalb perfekt oder allwissend? Ganz sicher nicht! Bei jedem Auftritt, bei jeder Begegnung mit anderen Menschen, bei jedem Training lerne ich wieder Dinge dazu. Informationen, Erlebnisse und Erfahrungen, die mir dabei helfen, besser zu werden. Ich merke was gut funktioniert und ich sehe Dinge, die nicht so gut funktionieren. Ich lese Bücher und bilde mich in allen Ebenen der Kommunikation weiter. Als dies mit einem Ziel - die Welt vor faden Präsentationen zu retten.

Da ich dies nicht alleine schaffe, gebe ich meine Erfahrungen und mein Know-How an Menschen weiter, die ebenfalls etwas in der Welt bewegen wollen. Denn wie sagte schon Batman: “Jeder kann ein Held sein!” www.mcprezi.com