Christine Hax-Noske

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Homeoffice und Familie - das sagen EPU

Selber wissen was mir gut tut. Nur dann kann ich andere überzeugen.

Familie und Homeoffice

Sehr viele EPU haben ihren Arbeitsplatz daheim in den eigenen vier Wänden. Im Rahmen einer Forschungsarbeit an der TU Wien konnte ich mit einigen von euch ausführliche Interviews führen und ihr habt mir euren Heimarbeitsplatz und euer Zuhause gezeigt. An dieser Stelle noch einmal Danke! Was das mit Familie zu tun hat? Da lasse ich euch am besten selbst zu Wort kommen:

Grenzen ziehen „…weil für Freunde und Familie ist es ja dann so: Ok, du bist daheim. Ich komme jetzt gleich und trink einen Kaffee mit dir."

Manchmal ist es gar nicht so einfach, das private Umfeld davon zu überzeugen, dass daheim sein nicht gleichzeitig bedeutet Zeit für alles Mögliche zu haben. Auf der anderen Seite bewahrt die Familie auch davor, nicht ständig und überall in Arbeit zu versinken: „Und mein Freund fordert ein: ‚Hey, wie lange? Du hast gesagt, eine halbe Stunde brauchst du noch.‘ Und da ist mir echt bewusst geworden, wie fließend ich da unterwegs bin."

Mütter: Nehmt euch selbst ernst als Unternehmerin!

Für Frauen ist tatsächlich oft die bessere Vereinbarkeit von Kinderbetreuung und Beruf der Grund für Homeoffice. Ein Problem, das dabei vor allem Frauen mit Kindern haben: „Du wirst ja nicht ernstgenommen. In den Köpfen vieler Menschen arbeite ich ja nicht, weil, ich bin ja zu Hause. Ja? Also, das tut schon sehr weh manchmal."

Bei meinen Interviews habe ich ganz tolle Frauen kennengelernt, überzeugende Unternehmerinnen. Eine gemeinsame Strategie haben die meisten: Sie suchen sich Gleichgesinnte. „Und wir Frauen haben ja ein unglaubliches Netzwerk. Wenn wir uns da nicht gegenseitig die Augen auskrallen, wenn wir dort zusammenhalten, dann stecken wir sie eigentlich alle in die Tasche."

Und die Väter?

Wenn der Papa, der früher immer im Büro war, auf einmal daheim arbeitet, ist die neue Situation besonders für die Kinder nicht immer so einfach zu verstehen: *„Also, so ganz am Anfang waren sie nicht so begeistert, denn sie haben dann gesagt: Ja, ich bin zwar da, aber ich bin doch nicht hier.**‘*

Trotz aller Herausforderungen profitieren Eltern und Kinder von den Freiheiten, die das Homeoffice bietet: „Ja, pah, kann mich nicht jemand mal in Ruhe arbeiten lassen? Ich habe so viel zu tun! …aber dann sag ich einfach: Hey, pass auf, du! Du kriegst wirklich viel mehr von deiner Familie mit!"

*DI Christine Hax-Noske hat als Architektin viele Jahre lang Erfahrung im Bereich der Arbeitsplatzgestaltung gesammelt. Jetzt will sie es genauer wissen und erforscht in ihrer Dissertation an der TU Wien den Arbeitsplatz im Homeoffice. Gleichzeitig baut die 2-fache Mutter gerade ihr eigenes Ingenieurbüro als EPU in Niederösterreich auf – natürlich im Homeoffice! www.bureaux.at

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