Sabina Kellner

Blog > EPU in Niederösterreich

Die Kunst, aus Luft Schlösser zu bauen

Als Unternehmerin genieße ich den Sommer ganz anders.

Sommerzeit = Reisezeit. Einige reisen, weil sie sich einen Urlaub gönnen. Andere tun das um internationale Festivals zu besuchen. So wie Sabina Kellner. Sie ist Luftballonkünstlerin in hat uns erzählt, auf welchen Flecken dieser Erde Luftballonkunst besonders gefragt ist und was sie als niederösterreichisches EPU mit ihren bunten Kunstwerken Kunden begeistert.

Wir sind 1: Sabina, stell dich bitte vor.

Sabina: Ich mache Luftballonkunst. Ich designe mit Luftballons, gestalte z. B. Dekorationen und Ausstellungen. Und ich mache ausgefallene Sachen wie Werbekampagnen für Zeitungen oder Kleider. Ich gebe auch internationale Workshops. Kurz: Alles was irgendwie mit Ballons geht, mache ich. Und das weltweit und zirka seit 1997.

Wir sind 1: Wie kommen deine Kunden zu dir?

Sabina: Ich habe Luftballonkunst zuerst als Hobby, dann als Nebenberuf betrieben. Die Nachfrage hat sich über die Jahre entwickelt. Aus einem Studentenjob ist mein Unternehmen geworden. In Österreich muss ich an meinem Vertrieb sicher noch arbeiten, international bin ich über Facebook mit den Top-Künstlern der Welt vernetzt.

Wir sind 1: In welchen Ländern findet man als Luftballonkünstlerin einen Markt?

Sabina: Ausgegangen ist die Szene von England, meine ich. Dann war Amerika sehr stark, später sind die Russen dazu gekommen. Dort wird jede Hochzeit mit Luftballons ausgestattet. In Brasilien werden riesig große Dekos für Kindergeburtstage gemacht. In Singapur unterstützt der Staat das Modellieren von Ballons. So versucht man Singles aus den eigenen vier Wänden zu bekommen. Auch der Markt in China wächst aktuell enorm. Die Märkte sind also vorhanden, auch wenn die Ansprüche sehr unterschiedlich sind. Wir sind 1: Warum hast du dich für die Selbständigkeit entschieden?

Sabina: Ich war viele Jahre als Raumplanerin für Gemeinden in Niederösterreich tätig. Neben dem Studium habe ich mit Jonglieren, Kinderschminken und Ballonmodellieren Geld dazu verdient. Erst viel später, als Anfragen für internationale Ballonausstellungen und Auftritte dazu gekommen sind, habe ich mich entschlossen, mich als Unternehmerin selbstständig zu machen, weil ich die Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten nutzen wollte, die sich mir dadurch eröffnet haben.

Wir sind 1: Was war dein aufregendster Auftrag?

Sabina: Das ist immer der nächste. Ich hab so viele aufregende Sachen gemacht und musste meine Komfortzone schon oft verlassen. Ich denke, das ist, wozu Unternehmer wirklich bereit sein müssen: die Komfortzone verlassen. Man muss sich immer wieder Neues zutrauen und Mut haben, auch wenn man anfänglich Angst hat. Aktuell mache ich gerade über das Choch3 Netzwerk ein Projekt, das ich schon lange in meinem Kopf habe, nämlich die vier Jahreszeiten mit Luftballonkleidern designen. Das ist aufregend und spannend.

Wir sind 1: Was bedeutet der Sommer für dich als Unternehmerin?

Sabina: Als Unternehmerin genieße ich den Sommer ganz anders. Ich kann mir meine Zeit ja selbst einteilen. Diesen Sommer mache ich seit Jahren erstmals überhaupt einen Urlaub – da kommen sicher keine Ballons mit. Als ich angestellt war, habe ich meine Urlaube ja immer für diverse Luftballon-Projekte gebraucht. Grundsätzlich weniger los ist für mich im Jänner und Februar, weil nach Weihnachten kein Mensch feiern will.

Wir sind 1: Bist du stolz darauf, EPU in NÖ zu sein?

Sabina: Ich bin stolz darauf, dass ich EPU bin! Ursprünglich komme ich aus Wien. Aber ich glaube, dass man in Niederösterreich als EPU mehr wahrgenommen wird und fühle mich hier gut aufgehoben. Auch zum Leben finde ich es hier in Purkersdorf schön.

Wir sind 1: Möchtest du anderen EPU etwas weitergeben?

Sabina: Ja, nämlich dass es gut ist sich zu vernetzen! Es ist wichtig andere zu treffen, auch außerhalb der eigenen Branche, damit man versteht, dass man mit seinen Problemen als Unternehmerin nicht alleine ist.

Wir sind 1: Vielen Dank für das Interview!

Kontakt zu Sabina: http://twistart.at/