Ulrike Pilsbacher

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Belege 4 - Gut vorbereitet zur Steuerberatung!

Wir sind um das „steuerliche Wohlbefinden“ unserer KlientInnen bemüht.

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Heute im Interview: Ulrike Pilsbacher zu Frage 4: Wie gehe ich gut vorbereitet zur Steuerberatung?

Es ist zu unterscheiden, ob Sie BilanziererIn oder Einnahmen-Ausgaben-RechnerIn sind:

Wenn Sie BilanziererIn sind, müssen Sie folgende Unterlagen vollständig und chronologisch aufsteigend ordnen:

  • die Ausgangsrechnungen getrennt von den Eingangsrechnungen
  • die Bankauszüge und die dazugehörigen Überweisungsbelege getrennt nach den jeweiligen Banken und Konten
  • die Auszüge für Kreditkarten nach Kreditkartenunternehmen getrennt

Weiters benötigen wir einen Ausdruck bzw. eine Kopie des Kassabuches. Die jeweiligen Barbelege sind ebenso separat chronologisch zu ordnen.

Für die Aufbewahrung der Belege eignet sich am besten ein Ringordner, in dem für die jeweiligen Kategorien (Ausgangsrechnungen, Eingangsrechnungen, Bank, Kreditkarte und Kassa) eigene Trennblätter eingefügt werden.

Wenn Sie Einnahmen-Ausgaben-RechnerIn sind, müssen nur die Bankauszüge bzw. Kreditkartenauszüge getrennt nach Banken und Konten bzw. Kreditkartenunternehmen vollständig und chronologisch geordnet werden. Jedem Kontoauszug sind die betreffenden Ausgangs- und Eingangsrechnungen beizulegen. Ferner benötigen wir einen Ausdruck bzw. eine Kopie des Kassabuches.

D.h. es wird ebenso ein Ringordner angelegt. Es werden jedoch nur Trennblätter für die Kategorien Bank, Kassa und (falls vorhanden) Kreditkarte benötigt. Die Eingangs- und Ausgangsrechnungen werden in der Bank zum jeweiligen Kontoauszug abgelegt, die Barbelege werden in der Kassa aufsteigend abgelegt.

Darüber hinaus ist unabhängig davon, ob Sie BilanziererIn oder Einnahmen-Ausgaben-RechnerIn sind, die Registrierkassen-, Einzelaufzeichnungs- und Belegerteilungspflicht zu berücksichtigen:

  • Registrierkassenpflicht: Die Verpflichtung, eine elektronische Registrierkasse zu führen, gilt grundsätzlich für UnternehmerInnen, die betriebliche Einkünfte erzielen, ab einem Nettojahresumsatz von 15.000 Euro je Betrieb, sofern die Barumsätze 7.500 Euro netto je Betrieb im Jahr überschreiten.

  • Einzelaufzeichnungspflicht: Die Verpflichtung, alle Bareingänge und Barausgänge bzw. Bareinnahmen und Barausgaben einzeln aufzuzeichnen, besteht grundsätzlich unabhängig von Umsatzgrenzen.

  • Belegerteilungspflicht: Für jeden Betrieb besteht darüber hinaus grundsätzlich die Verpflichtung bei Barzahlungen einen Beleg zu erstellen und dem Käufer bzw. der Käuferin auszuhändigen.

Frau Mag. Dr. Ulrike Pilsbacher gründete die gleichnamige Kanzlei im Jahr 1989. Sie und Ihre MitarbeiterInnen vertreten vor allem klein- und mittelständische Unternehmen sowie Angehörige freier Berufe im Großraum Amstetten, Melk und Scheibbs. www.pilsbacher.at

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